Schwalbenfreundliche Häuser in Siessen und Illmensee

Kurz bevor die letzten Schwalben ins Winterquartier nach Süden flogen, konnte der NABU Wilhelmsdorf wieder zwei schwalbenfreundliche Häuser in der Umgebung auszeichnen. Zunächst konnten wir Familie Kessler in Siessen eine Urkunde und Plakette überreichen. Im Pferdestall brüten dort regelmäßig Rauchschwalben, aktuell gibt es 3 Nester. Unter den Dachüberständen konnten wir 14 Mehlschwalbennester zählen, alles Naturbauten.

 

Schwalben haben es inzwischen schwer. Rauchschwalben bauen ihre offenen Nester in offenen Ställen, von denen es nicht mehr so viele gibt. Mehlschwalben brüten gerne in geschlossenen Nestern unter Dachüberständen. Für den Nestbau brauchen sie reichlich feuchten Lehm, der auch immer seltener zu finden ist. Alternativ werden gerne künstliche Schwalbennester angenommen. Sie gehen nicht so leicht kaputt und sind im NABU-Shop erhältlich. Schwalben sind allerdings nicht stubenrein, weswegen sie oft nicht am Haus geduldet werden. Im Gegenzug sind sie aber gute Fliegenfänger. Pro Jahr werden in einer Schwalbenfamilie rund 250.000 Insekten verfüttert, was bei dem aktuellen Insektensterben viele Flugstunden in Anspruch nimmt.

 

Anschließend konnten wir das zweite schwalbenfreundliche Haus auszeichnen, diesmal in Illmensee bei Familie Rösch. Familie Rösch betreibt eine kleine Landwirtschaft mit Pferden, Rindern und Schweinen. In jedem Stall befinden sich ein paar Rauchschwalbennester: Teilweise ganz niedrig beim Durchgang, sodass man direkt ins Nest hinein sehen kann. Die Tiere lassen sich nicht stören und wissen, dass sie hier willkommene Fliegenfänger sind. Als Nisthilfe hat Herr Rösch an vielen Stellen im Stall kleine Überstände aus Holz angebracht, worauf die Schwalben ihre Nester errichten können. An der Scheune nebenan hängen außerdem zahlreiche Starenkästen, Hausrotschwänzchen und Spatzen brüten regelmäßig und unter dem Dach gibt es Fledermäuse.

 

So hoffen wir, dass viele Schwalben den weiten Weg nach Afrika und wieder zurück über die sich ausbreitende Sahara, das Mittelmeer und die Alpen überleben und im Frühling wieder ihre Nester in Siessen und Illmensee inspizieren.


Wer wird „Vogel des Jahres 2021“?


Pflanzentauschbörse beim Wochenmarkt                                                      Samstag 17.10. von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr

Einige BürgerInnen kamen unserem Aufruf nach und schafften Platz in ihrem Garten und machten  anderen Menschen mit Ablegern eine Freude, indem sie ihre Pflanzen zu unserem Stand am Saalplatz brachten. Die Tage zuvor waren ja nicht sehr atraktiv für die Gartenarbeit, am Markt selber hatten wir jedoch Sonnenschein.

Insgesamt war weniger Andrang am Stand, als im Frühling.

Von den restlichen Pflanzen, die wir nach Marktschluß im Pfarrgarten lagerten, wurden ebenfalls noch einige mitgenommen.


Blühstreifen 1 an der Esenhauserstraße

Nachdem beim Blühstreifen 1 zunächst nur ein einziges Loch in der Nisthilfe für Wildbienen bezogen wurde zeigt sich nun, dass über 50 Bohrungen in 3 verschiedenen Stärken besiedelt wurden. Man kann davon ausgehen, dass drei verschiedene Wildbienenarten den Blühstreifen nicht nur als Nahrungsquelle, sondern als Lebensraum nutzen können. Das heißt in erreichbarer Nähe ist Nahrung, Nistplatz und Baumaterial für die Trennwände im Brutraum vorhanden.

Die senkrecht am Stützpfosten angebrachte Brombeerranke ist ebenfalls von einer Pflanzenmark besiedelnden Art als Brutraum angenommen worden.

 

Herzlichen Dank an die Schreinerei des Hoffmannhauses für die Hartholzklötze.


Insektensommer 2

Vom 31.07. - 09.08. ist der zweite Meldezeitraum der NABU-Mitmachaktion Insektensommer und es heißt endlich wieder: Zählen, was zählt! Mitmachen kann jede*r, alles was Sie brauchen ist eine Stunde Zeit, einen Stift und Zettel oder die praktische Zählhilfe mit den häufigsten Arten. Und keine Angst, Sie müssen keinerlei Vorkenntnisse haben. Am besten zählt es sich an einem warmen, sonnigen Tag draußen – die Voraussetzungen sind also perfekt!


Obstbaumschnittkurs 25.07.2020

Da wir den Baumschnittkurs nicht wie geplant im Frühling durchführen konnten zeigte uns Anke Ludwig bei angenehmem Wetter, wie man die dicht belaubten Apfelbäume im Sommer schneiden kann. 6 Kursteilnehmer lernten bei Esenhausen auf der Streuobstwiese der Ringgenhoflandwirtschaft an jungen und alten Bäumen, was es beim Sommerschnitt zu beachten gibt. Nebenher konnten Frau Ludwig viele Fragen zur Pflege anderer Obstbäume beantworten.

Wir hoffen, dass der Baumschnitt mit dem erlernten Wissen nun im eigenen Garten leichter fällt, auch wenn der Zeitpunkt im Sommer für die meisten Bäume nicht optimal ist.

Das anhaltende Interesse an dem Kurs zeigt, dass wir im kommenden Frühjahr wieder einen Kurs anbieten können.


NABU Stammtisch?

Aufgrund unserer Altersstruktur und den räumlichen Gegebenheiten warten wir noch mit unserem monatlichen Treffen und hoffen, dass wir uns nach den Sommerferien wieder zum Stammtisch treffen können.


Freitag 19.06. Pflegeeinsatz im Pfarrgarten/Gemeindehausgarten

Eigentlich war es trockener angesagt. Trotzdem haben wir zu fünft ein paar Stunden im Pfarrgarten und beim Gemeindehaus geschafft. Gerade rechtzeitig, als der Regen stärker wurde kam der Jugendreferent und hat uns zu Kaffee und Zopfbrot ins Gemeindehaus eingeladen. Danke an alle Helferinnen und Helfer.


Beim Insektensommer zählen wir, was zählt

Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang Sechsbeiner

Entdecken Sie das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung und werden Sie so Teil unserer bundesweiten Meldeaktion für Insekten. Der Insektensommer 2020 findet vom 29. Mai bis 7. Juni und vom 31. Juli bis 9. August statt.


Blumenwiese Nr. 2 unser Projekt 2020

Am 08.04.2020 frästen die Mitarbeiter des Bauhofs die Gemeindewiese an der Einmündung der Panoramastraße in die Esenhauserstraße. Mit der anhaltenden Trockenheit vertrockneten viele der ausgegrabenen Graswurzeln. Durch umgraben der Erde werden weitere Wurzeln frei gelegt und können anschließend abgesammelt werden. Hierbei hoffen wir wieder auf Unterstützung aus der Nachbarschaft. Wenn die Fläche relativ frei von dominanten Pflanzen ist soll der nährstoffreiche Boden mit Sand abgemagert und ein weiteres Mal gefräst werden. Anschließend werden wir das Saatgut ausbringen, mit der Walze andrücken und auf Regen hoffen. Dann müssen wir geduldig warten wie sich die Wildblumenwiese entwickeln wird. Mit dem Ergebniss unserer ersten Blumenwiese auf der anderen Seite des Parkplatzes von 2018 sind wir sehr zufrieden.  Dieses Jahr verwenden wir das kostenlose Saatgut von der Aktion "Blühender Landkreis".

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Pflanzentauschbörse auf dem Wochenmarkt am 25.04.2020

Kaum war der Stand vom NABU aufgebaut, Tische und Bänke so verteilt, dass der Mindestabstand gewährleistet war, da kamen auch schon die ersten Besucher.

Einige schauten was wir so an Pflanzen hatten, andere kamen und brachten Kisten und Eimer mit ihren Pflanzen. Es gab Blumenstauden vor allem für Wildbienen, es gab Zierpflanzen wie Dahlien und Pfingstrosen. Aber auch Gemüsepflanzen und Kräuter aller Arten. Beerensträucher, Erdbeerableger, seltene Pflanzen, aber auch Zimmerpflanzen, die recht schnell einen Abnehmer fanden.

Und das waren erst die ersten eineinhalb Stunden. Die Ablösung kam, wurde gleich mit eingeweiht und hatte schon alle Hände voll zu tun.

Eine schöne Motivation um diese Aktion in Zukunft weiter zu führen, evtl. auch mit Samen, vielleicht schon im Herbst.


Mauersegler am Saalplatz

21.04.2020 Vielen Dank an die freiwillige Feuerwehr Wilhelmsdorf und Günter Metzger. Sie reinigten die 14  Mauerseglerkästen am Saalplatz, da die Vögel erfahrungsgemäß in den nächsten Tagen aus ihrem Winterquartier zurückkehren werden. Aus einem Nistkasten floh ein Star, dessen Nest aber erhalten blieb, er wird sicher zurück kommen. In den anderen Kästen waren dieses Jahr deutlich weniger alte Spatzennester. Die Mauersegler brüten fast ohne Nistmaterial, welches sie im Flug sammeln müssen, da sie nicht vom Boden aus starten können.


Amphibienschutzzaun Guggenhausen und Riedhausen 2020

Wie jedes Jahr wird gründlich abgewogen, wann die Amphibienschutzzäune wieder abgebaut

werden. Bei diesen Überlegungen spielt das Wetter eine nicht unerhebliche Rolle. Bei
Niederschlag machen sich die Kröten, Frösche und Molche verstärkt
auf den Weg. Da für die Osterfeiertage noch eine gewissen Regenwahrscheinlichkeit bestand,
wurde der Abbau für den darauffolgenden Mittwoch, den 15.04.2020 festgelegt.
Morgens um 9 Uhr trafen sich gut gelaunte Helferinnen und Helfer am Sägweiher in Guggenhausen
zu einer kurzen Einweisung. Danach wurde parallel auch in Riedhausen mit
dem Abbau begonnen. Bei gebotenem Sicherheitsabstand wurden die Halterungen für die Folien
und die Heringe aus dem Boden gezogen, die Folien von Pflanzen und Erde gereinigt und
aufgerollt. Die eingegrabenen Eimer wurden entfernt und letztmals auf „gefangene“ Tiere geprüft.
Nachdem auch die Eimergruben auf versteckte Molche kontrolliert worden waren, wurden sie für
das nächste Jahr mit Stöcken markiert und wieder mit Erdreich aufgefüllt.
Nach knapp zwei Stunde bester Zusammenarbeit war der Abbau erledigt und das Material

eingelagert. Hat Spaß gemacht!

 

Die Auswertung der Statistik hat folgende Ergebnisse erbracht.

 

In Guggenhausen wurden 2436 Lurche über die Straße getragen:
2022 Erdkröten,
119 „Braunfrösche“
28 „Grünfrösche“
258 Bergmolche
7 Teichmolche
2 Kammmolche?

 

In Riedhausen wurden 256 Amphibien über die Straße gebracht.
248 Erdkröten
1 „Grünfrosch“
7 Teichmolche

 


Werde laut für mich!

Hilf dem Rebhuhn mit einer Sprachnachricht an deine Europa-Abgeordneten. Mit einer Reform der EU-Agrararpolitik können sie das Artensterben auf Europas Feldern stoppen.


Im Pfarrgarten gibt es nun Wohnraum für Wildbienen und Käfer.

Zum Klettern war der alte Apfelbaum beim Spielplatz nicht mehr sicher genug, also wurde er Ende Februar gefällt. Es krabbelten einige Rindenschröter aus dem morschen Holz. Sie sind mit dem seltenen Hirschkäfer verwand aber viel kleiner. Im Pfarrgarten kann das alte Holz noch gut als Nistplatz für Käfer und Wildbienen dienen. Die große schwarzblaue Holzbiene braucht sogenanntes Totholz für ihren Nachwuchs und ausreichend Muskatellersalbei als Nahrung.


Wiedehopf willkommen:

Bedingt durch den Klimawandel wird dieser wärmeliebende Vogel wohl in den kommenden Jahren vermehrt in Deutschland brüten. Da er in den letzten zwei Jahren bei uns gesichtet wurde haben wir ihm Ende März 2020 eine erste Nisthöhle aufgehängt.

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27.03. Mitgliederversammlung auf unbestimmt verschoben.

 

Wenn sich die Corona-Situation beruhigt hat laden wir über das Wilhelmsdorfer Mitteilungsblatt unter Vereinsnachrichten und über die Homepage erneut ein.


 

Baumschnittkurs mit Anke Ludwig
auf unbestimmt verschoben.

 

Je nach Corona-Entwicklung wäre auch ein Sommerschnittkurs im Juni möglich.

 

Auch dieses Jahr möchte der NABU wieder einen Obstbaumschnittkurs anbieten, um das erforderliche Wissen zur Pflege von Obstbäumen weiter zu vermitteln. Bekanntlich sind Streuobstwiesen in unserer Landschaft eine nicht zu unterschätzende Insel der Artenvielfalt.

Datum: Samstag ??.??.2020 Ersatztermin eine Woche später (bei starkem Regen)

Ort: Schulgebäude Hoffmannschule (hinter der Gärtnerei Schelshorn)

Dauer: 9:00 - ca.13:00 Uhr

Mitzubringen: Festes Schuhwerk, falls vorhanden Astschere, Baumschere, Handsäge, evtl. Vesper + Getränk,

Kosten. 15 Euro pro Person

Ablauf: theoretische Einführung, anschließend Praxis auf Streuobstwiese bei Esenhausen

Unverbindliche Voranmeldung bei:    Achim Papesch 07503- 91119 (AB)
                                                                           oder Mail: info@nabu-wilhelmsdorf.de


"Rettet die Bienen" Volksbegehren Artenschutz:

 

Die Landesregierung hat, angeregt durch das Volksbegehren gemeinsam mit NABU, BUND, Pro Biene, Naturland sowie den landwirtschaftlichen Verbänden einen tragfähigen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Die Unterschriftenaktion wird desshalb nicht mehr beworben.

 Wer bewusst regional-Bio einkauft unterstützt mit seinem Kaufverhalten den Insektenschutz in Baden-Württemberg sehr effektiv, wer für Insktenschutz ist, aber überwiegend konventionelle Produkte einkauft leistet lediglich ein Lippenbekenntnis.

 




Es gibt einen tragfähigen Gestzentwurf.



Willkommen beim NABU Wilhelmsdorf

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl von Naturschutzmaßnahmen an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Aktionen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Wilhelmsdorf aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.