Fehlender Amphibienschutz bei Lengenweiler!

Quelle: OpenStreetMap
Quelle: OpenStreetMap

Große Sorgen bereiten uns seit ein paar Jahren die vielen überfahrenen Erdkröten in Lengenweiler.

Die meisten Amphibien überwintern im Bereich der Ringgenburg und laufen im März/April zum ablaichen zum Lengenweiler See. An der Straße gibt es bisher keinen Schutzzaun und man müsste ein Team von Naturschützern finden die mithelfen. Arbeitszeit und Kilometergeld für die Anfahrt kann gerne über eine Ehrenamtspauschale vergütet werden. Wenn es wärmer wird muss der Zaun aufgestellt werden. Bei ausreichender Temperatur wird der Zaun abends und morgens kontrolliert, die Amphibien aus den Eimerfallen genommen und über die Straße gebracht. Dabei bestimmen und zählen wir die Tiere für die Statistik. Wenn die meisten Tiere ihre jährliche Wanderung abgeschlossen haben bauen wir den Zaun wieder ab.

Wer uns dabei unterstützen möchte, darf sich sehr gerne melden. Ohne Helferteam können wir in Lengenweiler leider keinen Amphibienschutz anbieten

Tel/AB : 07503/347005, info@nabu-wilhelmsdorf.de


Mitgliederversammlung:

Liebe NABU Mitglieder und Freunde, wir laden Sie/euch ganz herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am Freitag, 10.03. um 19.00 Uhr ins Hoffmannhaus ein. wenn es ganz frühlingshaft ist können wir uns auch im Pfarrgarten gegenüber treffen.

 


Aktuelles aus unserem Schutzgebiet:

Pflegeeinsatz, in unserem Waldgrundstück zwischen dem zweiten und dritten Weg nördlich des Naturschutzzentrums Richtung Lindenhof. Die Biber sind vor allem bei unserer Aussichtskanzel am dritten Weg sehr aktiv und gestalten das Ried nach ihren Vorstellungen. Seit 2018 in dem Areal viele große Fichten entnommen worden sind kommt wieder Licht bis zum Boden durch und viele junge Bäume und Sträucher, die besser für den Standort geeignet sind machen sich breit. Vor allem an dem kleinen Gewässer direkt am zweiten Weg achten wir darauf, dass es nicht zuwuchert. Aktuell gedeihen dort verschiedene Moose, Farne, Gräser, und viele Blaubeerbüsche… Die kanadische Goldrute, ein invasiver Neophyt die sich am Wegesrand zum Glück nur an ein paar wenigen Stellen angesiedelt hat entfernen wir regelmäßig, damit sie sich nicht weiter mit ihren Flugsamen verbreitet. Im Wasser gibt es Rohrkolben, Sumpfschwertlilie und im Sommer viele Frösche. Wenn die Biber weiterhin so aktiv sind wird der dahinter liegende ehemalige Torfstich vielleicht auch noch stärker überflutet. Wir sind gespannt, wie sich das Areal weiter entwickeln wird.

 


Treffpunkt·Natur:

Herzliche Einladung zum Treffpunkt·Natur am Freitag 03.02. und voraussichtlich am 21.04. jeweils um 19:00 Uhr im Hoffmannhaus auf der Gruppe Buntspechte. (Zugang von der Esenhauserstr. (2) Am Bioland Automateverkauf vorbei, durch die Eingangstür links unterhalb der großen Wanduhr, eine Treppe hoch.)


Wildbiene des Jahres 2023:

Die Frühlings-Seidenbiene ist die „Wildbiene des Jahres“ 2023. Sie ist die größte Seidenbiene, der 14 in Deutschland vorkommenden Arten und ist der Honigbiene relativ ähnlich. Sie ist eine der ersten Wildbienen im Jahr, deren „Schwärmen“ aufgrund der oft großen Zahl von Tieren an ihren Nistplätzen schon im März auffällt. Sie zeigt eine deutliche Bevorzugung von Weidenblüten ist aber nicht von blühenden Weiden abhängig. Die Nester werden in mageren, sandigen Wiesen oder auch in Sandkästen mit bis zu sechs Brutkammern am Ende von Gängen angelegt, die bis zu 50 cm in das Erdreich führen. Bei geeignetem Erdboden können große Kolonien entstehen, in denen mehrere hundert Weibchen ihre Nester anlegen. Das erweckt den Eindruck, als handele es sich um einen Staat aus vielen Arbeitsbienen wie bei der Honigbiene. Doch Colletes cunicularius ist eine Solitärbiene, d.h. jedes Weibchen versorgt das eigene Nest unabhängig von der oft sehr zahlreichen Nachbarschaft. Das Versorgen der Brutzellen mit Pollen dauert etwa sechs Wochen, dann sterben die Weibchen. Im Mai scheinen die Niststätten daher „verwaist“ zu sein. Im Boden entwickeln sich die Larven zur neuen Seidenbienen-Generation, die früh im kommenden Jahr ausfliegt. Bei uns dürfte sie eher selten sein, da sie sandige Böden in Kiesgruben und an Flussufern bevorzugt. Rings um den Bodensee ist sie häufiger.


Pflegeeinsatz im Pfarrgarten:

Anfang Januar schien der Frühling schon zu kommen. Bei passendem Wetter wollen wir am Montag 23.01. ab 16:00 Uhr beginnen den Staudenstreifen am Gehweg in der Esenhauserstr. 1 zu pflegen. Wer bei unseren Projekten mithelfen möchte ist jederzeit herzlich willkommen. Falls vorhanden Gartenhandschuhe und Unkrautstecher... mitbringen.

Für einen Pflegeeinsatz ist es aktuell zu kalt, was ja auch gut so ist Mitte Januar. Wir verschieben die Aktion!


Stunde der Wintervögel:

Herzliche Einladung  zur bundesweiten Mitmachtaktion:

Vom 6. bis 8. Januar findet wieder die „Stunde der Wintervögel“ statt. Eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park kennenlernen, zählen und melden.


Vogel des Jahres 2023:

2023 trägt das Braunkehlchen den Titel und löst damit den Wiedehopf ab. Es ist mit deutlichem Abstand vor Feldsperling, Neuntöter, Trauerschnäpper und Teichhuhn gewählt worden. Der Gewinn der Vogelwahl ist weit mehr als ein symbolischer Titel. Der NABU rückt den Siegervogel einerseits mit verstärkter Kommunikation ins Rampenlicht und macht auf seine Gefährdung aufmerksam. Darüber hinaus wird es auch konkrete Schutzmaßnahmen für das Braunkehlchen geben. Es braucht als stark gefährdete Wiesenbrüter-Art unsere Hilfe beim Schutz seiner Lebensräume. Wenn die Braunkehlchen im April nach Deutschland kommen, haben sie mehr als 5000 km hinter sich. Sie überwintern im tropischen Afrika und sind daher Langstreckenzieher. Wie viele andere Zugvögel auch, fliegen Braunkehlchen nachts, tagsüber suchen sie nach Nahrung oder ruhen sich aus. Bei uns angekommen, suchen sie blütenreiche Wiesen und Brachen, um hier in Bodennestern zu brüten. Diese verschwinden allerorten, weshalb der Bestand des Braunkehlchens seit Jahrzehnten zurückgeht.

Früher waren sie bei uns im Ried heimisch, wir hoffen, dass sich wieder ein paar Brutpaare unter den inzwischen besseren Bedingungen ansiedeln.


Ein herzliches Dankeschön an Alle, die sich 2022 in irgendeiner Weise für den Naturschutz rund um Wilhelmsdorf eingesetzt haben oder unser Vereinsleben mitgestaltet haben. Wir wünschen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr in dem wir wieder gemeinsam einige Projekte umsetzen wollen.

Heidi Scholz, Evelin Richter und Achim Papesch



Wir suchen Verstärkung:

Der Nabu Wilhelmsdorf wurde 1901 gegründet und gehört damit zu den ältesten Ortsgruppen des Naturschutzbundes.

 

Bei unseren vielen Naturschutzprojekten vor Ort sind wir darauf angewiesen, dass möglichst viele engagierte Bürgerinnen und Bürger bei einzelnen Aktionen mitmachen. Aktuell müssen die Vogelnistkästen gereinigt werden, dann folgt Aufbau und Betreuung unserer beiden Amphibienschutzzäune. Immer wieder Mal ein Pflegeeinsatz bei den mittlerweile 3 Blühstreifen, im Pfarrgarten und bei unserem Grundstück im Ried. Pflanzentauschbörse, Baumschneidekurs, Korksammlung… Daneben gibt es natürlich viele organisatorische Aufgaben, Öffentlichkeitsarbeit, Homepage, Schaukasten, Telefonate, E-Mails, Kasse, Recherchen…

 

Wir würden uns sehr über ihre praktische Unterstützung in einem der vielseitigen Aufgaben freuen, (unabhängig von einer Mitgliedschaft). Jeder Mensch hat verschiedene Stärken und Interessen. Melden Sie sich einfach unter info@nabu-wilhelmsdorf.de oder Telefon/AB 07503 347005, wenn sie sich vorstellen können in irgend einem Bereich mitzuhelfen. Vielen Dank!


Willkommen beim NABU Wilhelmsdorf

Für Mensch und Natur

Foto: Privat
Foto: Privat

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl von Naturschutzmaßnahmen an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Aktionen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Wilhelmsdorf aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.