Unsere Amphibienschutzzäune

Wenn es Ende Februar / Anfang März etwas wärmer wird begeben sich Kröten, Frösche und Molche am liebsten in der Dämmerung bei Regen auf ihre Wanderung ins Laichgewässer.

Wir stellen einen Schutzzaun auf, damit möglichst wenig Amphibien auf der Straße überfahren, sondern in die eingegrabenen Eimer geleitet werden.

Sobald der Zaun steht müssen die eingegrabenen Eimerfallen morgens und abends kontrolliert werden. Dabei werden die Tiere statistisch erfasst und auf die andere Straßenseite gebracht. Je nach Witterung bleibt der Zaun ca. 4 - 6 Wochen stehen, bis absehbar ist, dass ein Großteil der Tiere das Laichgewässer erreicht hat und sich anschließend auf die Reise zum Sommerquartier gemacht hat. Es wäre wünschenswert und ökologisch sinnvoll, wenn diese Kontrollgänge überwiegend von Bürgerinnen und Bürgern aus der näherer Umgebung abgedeckt werden könnten, sodass wir nicht so oft von Wilhelmsdorf anfahren müssen.

Wer uns beim Aufbau oder Abbau, sowie bei den Kontrollgängen unterstützen kann ist herzlich willkommen. Wir führen die ersten Kontrollgänge gemeinsam durch und unterstützen bei der statistischen Erfassung. Für die angemeldeten Helfer besteht Versicherungsschutz (Haftpflicht und Unfallversicherung) über das Landratsamt auch eine Auszahlung einer Ehrenamtspauschale ist möglich. Über das Internet kann man sich in eine "nuudel-Liste" eintragen, wenn man einen morgentlichen, oder abendlichen Termin übernehmen kann, so hat jeder Helfer den Überblick, wann es noch freie Termine gibt.

Melden sie sich einfach.


Endlich Amphibienschutz bei Lengenweiler!

Quelle: OpenStreetMap
Quelle: OpenStreetMap

Große Sorgen bereiteten uns die vielen überfahrenen Kröten in Lengenweiler. Sie überwintern im Bereich der Rinkenburg und laufen im März/April zum Lengenweiler See. An der Straße gat es bisher keinen Schutzzaun und wir fanden lange Zeit kein Helferteam.

Durch die Initiative von Timo Schneeweis wurde bereits 2025 spontan erstmals ein kurzer Schutzzaun für Amphibien in Lengenweiler errichtet. Mit sehr großem Engagement wurde 2025 bei Schneetreiben ein langer Zaun aufgebaut um abschätzen zu können, an welchen Abschnitten die meisten Tiere von Rinkenburg und Ziegelhütte zum Lengenweiler See wandern. Besonders erfreulich ist, dass der Amphibienschutz vor Ort nun von zwei starken Partnern getragen wird. Der BUND kümmert sich um Organisation und Durchführung der Maßnahme und der NABU unterstützt mit Helferinnen und Helfern vor Ort. Dank dieser Kooperation kann das Massensterben auf der Straße wirksam eingedämmt werden. Für die Kontrollgänge abends und morgens werden an allen Schutzzäunen Helferinnen und Helfer gesucht. Bitte melden Sie sich, wenn Sie in Wohnortnähe mithelfen möchten. Den Zaun in Lengenweiler organisiert Timo Schneeweis. er ist über folgende E-Mail erreichbar: [email protected]

Vielen Dank an alle, die den Amphibienschutz unterstützen!


Bei Guggenhausen seit 2018

Statistik Guggenhausen: Über die Straße getragene Ampibien

 

Art/Jahr                2018     2019     2020     2021     2022     2023     2024     2025    2026

Erdkröte               1738    1268    2022    1502    1808       849     3267    1707

Braunfrosch          215      179       119      172          95          86       171          14

Grünfrosch            115         27         28         23          63          21            6             2     

Bergmolch             550      253      258       281          94          88       102       180    

Teichmolch                 0           0           7            2            0              0            0            0

Kammmolch              0           0           2            0            0              0            0            0                 


Bei Riedhausen von 2019-2024

Statistik Riedhausen: Über die Straße getragene Ampibien

 

Art/Jahr                2019     2020     2021     2022     2023     2024    ab 2025 übernimmt das Naturschutzzentrum

Erdkröte                 359       248       342       528       383       756      

Braunfrosch            21            0          24          82         10          11             

Grünfrosch                 6            1            0        112           6           22                         

Bergmolch                  5            0            1             2           9           16               

Teichmolch                 1            7            4             3         19            4                          

Die Organisation des Schutzzauns bei Riedhausen haben wir 2025 mit dem Naturschutzzentrum getauscht da das Naturschutzzenrtum seinen Auftrag und Arbeitsschwerpunkt im Ried hat und der NABU sich leichter um die ehrenamtlichen Projekte im übrigen Gemeindegebiet und Umgebung kümmern kann.


Bei Ringenhausen wieder ab 2025

Statistik Rinkenhausen: Zum Weiher gebrachte Ampibien

 

Art/Jahr                2025    2026      

Erdkröte                 176      ---                                

Der Schutzzaun bei Ringenhausen zwischen Esenhausen und Hasenweiler, Richtung Gattenmühle wurde 2025 wieder vom NABU betreut. Wir haben mit dem Naturschutzzentrum unseren Schutzzaun bei Riedhausen eingetauscht da das Naturschutzzenrtum seinen Auftrag und Arbeitsschwerpunkt im Ried hat und der NABU sich leichter um die ehrenamtlichen Projekte im übrigen Gemeindegebiet und Umgebung kümmern kann.

Der Zaun besteht seit den 1990er Jahren und wurde 2007 vom Naturschutzzentrum weiter betrieben und organisiert. Ursprünglich wurde das Projekt von der Vorgängerorganisation des NABU dem Bund für Vogelschutz ins Leben gerufen und von Herrn Bitzer, Herrn Stolz und weiteren Mitstreitern teilweise mit Patienten des Ringgenhofs betreut. Die Statistik ist bis ins Jahr 2001 vorhanden. Leider ist die Population (überwiegend Erdkröten) an diesem Standort dennoch stark rückläufig. Im Jahr 2024 nur noch 185 Individuen. Nach einer Überprüfung 2025 durch das Landratsamt wurde die Maßnahme an diesem Standort aufgegeben. Herzlichen Dank an alle, die in den letzten Jahrzehnten an diesem Schutzzaun mitgeholfen haben, insbesondere Familie Guggolz und Herr Buck.


Feuchtbiotoppflege

In den kommenden Jahren wollen wir verschiedene Feuchtbiotope, vor allem in der Gemeinde Wilhelmsdorf unter die Lupe nehmen und versuchen mit Pflegemaßnahmen dort die Qualität zu verbessern. Hier arbeiten wir eng mit dem Landschaftserhaltungsverband (LEV) und der Gemeindeverwaltung zusammen.

2022 haben wir mit dem kleinen Weiher hinter dem TSG Sportplatz zwischen Wilhelmsdorf und Zussdorf begonnen. Dieser kleine Weiher, in den früher im Frühling die Amphibien vom Schutzzaun gebracht wurden konnten sich keine Kaulquappen mehr entwickeln. Zu dunkel, zu viel Laubeintrag. Nach der radikalen Fällung der Bäume kommt nun wieder Licht ins Gewässer. Nachdem ein Teil des Schlamms aus dem Weiher gebaggert wurde und der östliche Uferbereich neu modeliert wurde hoffen wir, dass sich die Wasserqualität soweit verbessert, dass sich die Kaulquappen wieder entwickeln können. 2023 konnten wir bereits Froschlaich vom Grasfrosch entdecken. Ein üppiges Froschkonzert der Grünfroscharten war im Mai ebenfalls zu hören, allerdings kaum Kaulquappen zu sehen. Mehrmals im Jahr drängen wir die wuchernde Pflanzen, wie Himmbeere, Brombeere, Winde zurück. Außerdem achten wir darauf, dass die hoch wachsenden Bäume das Gewässer nicht wieder föllig beschatten. Bei diesen Pflegemaßnahmen sind wir auf die Hilfe aus der Bürgerschaft angewiesen.