Kooperation mit der Brüdergemeinde Wilhelmsdorf im Pfarrgarten

Pfarrgarten (angelegt 2019) Bilder 2020

Die wild-schöne Oase mitten in Wilhelmsdorf

 

Schauen sie sich an, was aus dem Pfarrgarten der Brüdergemeinde (Esenhauserstr. 1) geworden ist. Vor gut einem Jahr haben wir die heimische Wildblumenmischung in einem Gemisch aus lehmigem Unterboden und Sand ausgesät, am gleichen Abend kam ein starker Gewitterregen, sodass wir befürchten mussten, dass viel Saatgut weggeschwemmt wurde. Anschließend folgte andauernde Trockenheit. Doch nun steht alles in voller Blüte und bietet vielen Insekten und Vögeln einen Lebensraum. Wer hätte das gedacht, dass unter diesen Bedingungen auf dem schlechten Boden etwas gedeihen kann, dabei gilt, der Grundsatz: „ Je, nährstoffärmer der Boden, umso größer die Artenvielfalt“. Schon sehr bald werden wir einen Teil der Blütenpracht mähen, dass die Biodiversität erhalten bleibt.

 

Der 3 Meter breite Staudenstreifen entlang des Gehwegs hat sich ebenfalls gut entwickelt. Vielen Dank an Alle, die Anfang Mai letzten Jahres übrige Stauden aus ihren Gärten gebracht haben um sie bei unserer großen gemeinschaftlichen Pflanzaktion im Pfarrgarten wieder einzugraben. Dabei entstand dieses ungeplante, wildschöne Durcheinander. Ein herzliches Dankeschön an die Helferinnen, die immer wieder pflegend eingreifen und unerwünschte Pflanzen entfernen, oder Pflanzen versetzen, die einen anderen Standort benötigen. Hier suchen wir noch weitere helfende Hände.

 

 



Blühstreifen 2 (angelegt 2020)

Blühstreifen 2 unser Projekt 2020

 

Im Moment sind wir dabei den vorhandenen Blühstreifen direkt auf der anderen Seite des Parkplatzes an der Einfahrt ins Wohngebiet Friedenstraße zu erweitern. Anfang April haben die Mitarbeiter des Bauhofs diese Fläche gefräst. Durch die Trockenheit sind bereits viele Graswurzeln vertrocknet. Nach und nach werden wir die gesamte Fläche umgraben und die Graswurzeln immer wieder absammeln. Später wird die Erde mit Sand abgemagert und schließlich das Wildblumensaatgut „blühender Landkreis“ eingesät. Bei diesem Projekt darf selbstverständlich wieder Jede und Jeder mithelfen und sich nächstes Jahr an dem Ergebnis freuen. Sprechen sie uns an - kommen sie dazu oder nehmen Sie selbst ein ähnliches Projekt in Angriff, wir unterstützen Sie gerne.

 

In Zeiten des Klimawandels und des galoppierenden Artensterbens kommt es auf uns alle an, etwas für die biologische Vielfalt zu unternehmen.

 


Blühstreiten 1 (angelegt 2018) Bilder von 2020

Nachdem unser Blühstreifen in der Esenhauserstraße am Wilhelmsdorfer Ortseingang seit Herbst ziemlich öde aussah fängt es dort nun kräftig an zu Blühen. Neben den ganz häufigen, sich schnell ausbreitenden Arten wie Löwenzahn, Hahnenfuß, Hirtentäschel, Weißklee wachsen hier Pflanzen, die inzwischen nicht mehr auf den überdüngten Wiesen, die fünf mal im Jahr gemäht werden existieren können, jedoch früher überall zahlreich wuchsen. Margeriten, der blaue Wiesensalbei, zarte Glockenblumen, die rosarote Esparsette, das hellblaue Vergissmeinnicht, die unscheinbare grünbraune Pimpinelle, die violette Acker-Witwenblume verschiedene Klee- und Nelkenarten. Nachdem wir diese gemeindliche Grünfläche in Kooperation mit dem Bauhof 2018 umgestaltet hatten blühte dort letztes Jahr im Mai sehr viel Kamille und Klatschmohn, die dann von der gelben Färberkamille abgelöst wurden. Dazwischen wuchsen langsam die mehrjährigen Arten heran, die nun kräftig genug sind um dieses Jahr zu blühen. Im März hatten wir die Fläche gepflegt, indem wir die sehr dominanten Arten wie Löwenzahn, Ampfer und Weißklee reduzierten, dabei haben wir auch Nisthilfen für Wildbienen installiert. Wir sind sehr gespannt, wie sich der Blühstreifen entwickeln wird und welche Insekten dort zu beobachten sein werden.

 


Natur nah dran

Kooperation mit dem kommunalen Bauhof

Anfang Mai 2018 begannen wir in Zusammenarbeit mit dem Bauhof und einigen Anwohnern die gemeindliche Grünfläche an der Bushaltestelle in der Esenhauserstraße hinter dem langen Carport des großen Wohnblocks (Panoramastr. 35/1) in eine naturnahe Blumenwiese mit heimischen Blumen für Insekten umzuwandeln. Nach dem Fräsen der Rasenfläche gab es viele Graswurzeln aus dem Boden zu sammeln. Da wir kein Herbizid verwenden wollten musste dieser Vorgang ein paar Mal wiederholt werden. Im Herbst arbeiteten wir dann Sand unter und säten die Blumensamenmischung aus.

 

Im Frühling 2019 wurden wir ungeduldig und setzten noch ein paar Margeriten, Wegwarte ... dazu aber schließlich kam dann tatsächlich zunächst hauptsächlich Kamille, später gelbe Färberkamille, dazwischen verschiedene Nelken, wenige Glockenblumen, wilde Stiefmütterchen, wilde Möhre, usw... Im Herbst dominierten ein paar Sonnenblumen bis zum ersten Schnitt Anfang Oktober.

 

Am Ortsausgang Richtung Esenhausen konnten wir Anfang Oktober die teilweise verblühten Stauden mähen. Viele Blumensamen konnten sich auf der Fläche verteilen. Vielen Dank an Ulrich Schnizler der Ringgenhoflandwirtschaft für das Ausleihen des Balkenmähers.


Pflegeeinsatz im Pfarrgarten am 27.09.2019.

Am Freitag 27.09. haben wir den im Frühjahr angelegten Pfarrgarten gepflegt.

Einige Pflanzen im Staudenstreifen mussten reduziert werden, dass sie sich nicht zu stark verbreiten. Einige Wildkräuter in der Blumenwiese haben wir vorsichtig raus gezogen, dass sie den ausgesäten Pflanzen nicht das Licht nehmen. Die Hecke zum Gemeindehaus ist geschnitten und das Gras auf den Wegen reduziert worden.

Vielen Dank an alle fleißige Helfer! Es war eine schöne gemeinsame Aktion mit den Jugendlichen der Brüdergemeinde, die zeitgleich im Rahmen der WGL  die Grünanlage des Gemeindehauses gepflegt haben.

Pflanzentauschbörse und Staudenpflanzung im Pfarrgarten 3.+4.05.2019

 

Information der Brüdergemeinde vom Februar 2019

Gestaltung des Pfarrgartens.

 

Nachdem das Haus Lutz zwischen Pfarrbüro und Gemeindehaus im Herbst abgerissen wurde standen wir vor der Frage, wie die freigewordene Fläche genutzt werden könnte. Verschiedene Überlegungen standen im Raum. Parkplätze? Oder eine Rasenfläche? Schließlich entschieden wir uns in Kooperation mit der NABU-Gruppe eine Fläche für die Natur zu schaffen. Im Pfarrgarten soll eine Mischung aus Park, Wildblumenwiese und Staudengarten entstehen. Der verwilderte Garten und die üppige Efeuwand war ja bisher schon ein wahres Naturparadies.
Der bisherige blumenreiche Garten wird am Rand des Grundstücks entlang der Esenhauserstraße mit verschiedenen Stauden erweitert.
Ab den Wurzelstöcken, die sowohl als Kinderstube für Wildbienen als auch als Barriere für Autos dienen wird eine Wildblumenwiese für Schmetterlinge und andere Insekten angrenzen. Rolf Ibele hat dazwischen auch einen Bereich mit vielen Steinen geschaffen, in dem sich Eidechsen ansiedeln können.
Weiter unten im Gelände ist eine Rasenfläche gesät. Hier sollen später noch Sitzgelegenheiten hinzukommen.
Die Rasenfläche ist über vier Kieswege aus allen Richtungen zugänglich und muss regelmäßig gemäht werden. Die Wildblumenwiese wird nur zweimal im Jahr gemäht. Der Staudenstreifen bekommt vor allem im zeitigen Frühjahr etwas ehrenamtliche Pflege.

 

Bevor die NABU-Gruppe im April die Wildblumenmischung einsäen kann muss der Unterboden noch mit der Sandschicht vermischt werden, damit eine lockere, magere Erde entsteht.

 

Am Freitag 03.05. von 16:00 bis 19:00 Uhr und Samstag 04.05. von 9:00 bis 12:00 Uhr wollen wir dann gemeinsam den Staudenstreifen bepflanzen. Jeder darf mitmachen. Einfach aus dem eigenen Garten ein paar Staudenableger ausgraben, zum Pfarrgarten bringen und wieder einpflanzen.

 

Nachfolgend sind einige Pflanzen aufgeführt, die besonders gut für Schmetterlinge und Bienen geeignet sind

 

Veilchen, Vergissmeinnicht, Seifenkraut, Malven, egal welche Art, Rittersporn, Nachtkerzen, Königskerzen, Leberblümchen, Gemswurz, Glockenblumen, Salbei, Heilziest, Natternkopf, Phlox, verschiedene kleine Nelken (Heidenelken, Pfingstnelken…), Küchenschelle, Ochsenauge, Verschiedene Distelarten, Lavendel, Ysop, Sandthymian, Agastachen, Schafgarben, Margariten, ungefüllt, Sonnenbraut, Sonnenhut, Breitsame, Skabiosen… usw.

 

Gerne aber auch Zwiebelblumen wie Krokusse, Narzissen, Tulpen, Traubenhyazinthen, Schachbrettblumen, Hasenöhrchen, Scilla, Hyazinthen

 

Einjährige Blumen können dazwischen gepflanzt werden.

 

Den Staudenstreifen wollen wir stufig anlegen. Vorne am Gehweg mit niedrig wachsenden Pflanzen beginnend, z. B. Blaukissen und anderen Polsterblumen, kleine Nelken, Schneeglöckchen, Hauswurz… Etwas weiter hinten die etwas höheren Pflanzen, wie Tulpen, Narzissen. Dahinter die Großen, wie Herbstastern bis zu den Wurzelstöcken schließlich die hohen Pflanzen, wie Nachtkerze Königskerze usw. Im Beet werden Pfosten die ungefäre Wuchshöhe als Orientierung für den Pflanzbereich stecken. Es wird aber auch immer jemand vom NABU Team mit Spaten und Grabegabel vor Ort sein. Am Freitag wird es vor dem Gemeindehaus parallel zur Pflanzaktion einen Stand vom NABU mit insektenfreundlichen Jungpflanzen geben und am Samstags auf dem Wochenmarkt. Quasi eine Pflanzen-tausch-Börse.