Streuobstwiesen und Baumpflege

Baumschnittkurs im Frühling mit Anke Ludwig

Seit vielen Jahren bietet die NABU Gruppe Wilhelmsdorf diesen Kurs an. Lange Jahre hat Helmut Gustorf sein Wissen weitergegeben, seit einigen Jahren leitet Anke Ludwig diesen Kurs.

 

Streuobstwiesen spielen für die biologische Vielfalt in Mitteleuropa eine herausragende und für die Zukunft wichtige Rolle. Mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zählen sie zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa.

 

Eine einzige Streuobstwiese kann bis zu 450 Pflanzenarten und um die 3000 Tierarten beheimaten! Im Gegensatz zum modernen, niederstämmigen Intensivobstbau, zeichnen sich Streuobstwiesen durch einen besonders reich strukturierten Lebensraum aus, der artenreiche Lebensgemeinschaften beherbergt. Charakteristisch für Streuobstwiesen sind vielfältige Strukturen und ihr mehrschichtiger Aufbau, der sich aus der Kombination von hochstämmigen Obstbäumen und krautigem Unterwuchs ergibt. Sie stellen in dieser Form einzigartige Kulturbiotope mit einem hohen ökologischen Wert dar.

 

Vögel, Insekten und viele andere Kleinlebewesen bevölkern Stämme, Blüten, Knospen und Früchte der Obstbäume.

 

Eine Vorliebe für die verlassenen Fraßgänge der Käfer haben beispielsweise Wildbienen, die sie als Niststätte nutzen.

 

Von Leben wimmelt es auch in der untersten Etage der Streuobstwiesen, die in vielfältiger Beziehung zur "Baumetage" steht. Die artenreiche Vegetation der Wiesen und Weiden ist Lebensraum und Nahrungsquelle für viele Wirbellose.

 

Angelockt vom reichhaltigen Nektar- und Pollenangebot vieler Streuobstwiesen, bilden blütenbesuchende Insekten die Grundlage für andere räuberische Insekten. Auf einer höheren Stufe in der Nahrungskette folgen insektenfressende Kleintiere wie Spitzmaus und Igel sowie Vögel.

 

Uns als NABU ist es wichtig dass das Wissen um die Pflege der Bäume erhalten bleibt. Was für die Streuobstwiese gilt, kann auch im kleineren Maßstab für den Obstbaum im eigenen Garten gelten. Große, gesunde, früchtetragende Obstbäume erfreuen nicht nur den Besitzer sondern dienen auch vielen Tierarten, als Nahrungsquelle, Rückzugsort, Nistplatz…

Deshalb ist es wichtig, dass die Bäume richtig geschnitten werden, um groß und stark werden zu können. Dass die Äste nicht zu steil, nicht zu schwer, nicht zu dicht wachsen, dass viel Licht und Luft in die Baumkrone kommt.

 

Melden sie sich zunächst unverbindlich an, zum nächsten Kurs im Frühling.


Pflanzung von Hochstammobstbäumen

April 2019

Uns als NABU Gruppe ist es wichtig dass die Streuobstwiesen in unserer Gemeinde erhalten bleiben, deshalb bieten wir jedes Jahr einen Baumschneidekurs an und unterstützen Landwirte, die ihren Baumbestand erweitern wollen. Dieses Jahr bekam Familie Oelhaf aus Esenhausen einen Zuschuss für 6 junge Hochstammbäume.

 

Oktober 2018

Streuobstwiesen bieten ca. 5000 Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Sie sind deshalb besonders schützenswert.

Um eine Streuobstwiese aufzufrischen und zu erweitern, beteiligte sich der NABU Wilhelmsdorf tatkräftig und finanziell an dieser Baumpflanzaktion in Tafern.

 

Die Pflanzlöcher waren bereits ausgehoben, in sie wurden die Hochstammbäume der Sorte Rebella gepflanzt, mit Wildverbissschutz versehen und angebunden.

Nach der erfolgreichen Arbeit wurden alle Helfer mit Apfelkuchen und Kaffee belohnt.


Tierhotel Trafohäuschen Tafern

Tierhotel
Das Tierhotel ist eine ehemalige Trafostation.
Heute beherbergt sie Gästezimmer für Eulen, Singvögel, Kleiber, Fledermäuse und Wildbienen. In direkter Nachbarschaft befindet sich eine Streuobstwiese.